Volksanwaltschaft bestätigt präventiven Weg der Oberösterreichischen Kinder- und Jugendhilfe

Landesrat Michael Lindner: „Ziel ist, Oberösterreich zum Vorzeigebundesland für Kinderschutz und Kinderrechte zu machen“

Auf der Tagesordnung der gestrigen Landtagssitzung stand der Bericht der Volksanwaltschaft zur präventiven Menschenrechtskontrolle über das Jahr 2023. Der Bericht hebt den intensiven Ausbau präventiver Hilfen hervor, was sich unter anderem in der sinkenden Zahl von Kindern, die in voller Erziehung betreut werden, widerspiegelt. Der Ausbau präventiver Angebote für Oberösterreichs Kinder und Familien ist auch ein zentrales Anliegen von Kinderschutz-Landesrat Michael Lindner: „Der Schlüssel liegt in der Prävention – jeder Euro, den wir in den Ausbau des Präventionsangebots investieren, rechnet sich vielfach und wirkt nachhaltig“, ist LR Lindner überzeugt.

Oberösterreich setzt weiterhin Maßstäbe im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und verzeichnet mit 5,7 Fremdunterbringungen pro 1.000 Einwohner die niedrigste Quote bundesweit. Landesrat Michael Lindner hebt das Erfolgsmodell "Familienwohnen" hervor, das über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet: „Familienwohnen unterstützt Familien in hochbelasteten Situationen und bietet aktuell rund 50 Familien mit 120 Kindern eine betreute Wohnmöglichkeit, bei der der Erhalt der familiären Beziehungen im Mittelpunkt steht“, betont LR Lindner.

Leitfaden Schutzkonzepte für bestmöglichen Kinderschutz und sicheres Arbeitsumfeld für Mitarbeiter:innen

Die Oberösterreichische Kinder- und Jugendhilfe hat zudem bereits 2023 einen Leitfaden zur Entwicklung von Schutzkonzepten in sozialpädagogischen Einrichtungen herausgegeben. Dieser Leitfaden hilft den Einrichtungen, individuell angepasste Schutzkonzepte zu erstellen, wobei die Teams sowie die betreuten Kinder und Jugendlichen aktiv eingebunden werden. Die Volksanwaltschaft betont die Bedeutung dieses Ansatzes als wichtigen Beitrag, damit Kinder und Jugendliche in Fremdbetreuung den bestmöglichen Schutz erhalten.

Es geht darum, einen sicheren Hafen für unsere Kinder und Jugendlichen zu schaffen und ein sicheres und gutes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter:innen. Davon profitieren am Ende beide Seiten“, unterstreicht Kinderschutz-Landesrat Michael Lindner.

Schlüssel liegt in der Prävention

Landesrat Michael Lindner legt den Fokus in der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe auch künftig auf die Stärkung präventiver Maßnahmen mit dem Ziel, dass möglichst viele Familien von den Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe profitieren können. „Die erfolgreiche Weiterführung des Ausbaus präventiver Angebote ist mir ein großes Anliegen. Wir werden weiterhin intensiv daran arbeiten, denn das Ziel ist klar: Oberösterreich gemeinsam zum Vorzeigebundesland für Kinderrechte machen“, so LR Lindner.

Konkret wurden unter anderem in den letzten beiden Jahren das mobile Familiencoaching ausgebaut und die Personaleinheiten in den Kinderschutzzentren aufgestockt. Landesrat Lindner erklärt: „Die Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den letzten Jahren gut weiterentwickelt. Mein Ziel ist es, vor allem den Präventionsbereich noch weiter auszubauen und möglichst niederschwellige Angebote für Oberösterreichs Familien zu schaffen. Der Ausbau des mobilen Familiencoachings ist ein erster Schritt in diese Richtung, von dem bereits viele Familien profitieren.“

Den Bericht finden Sie hier.

05.07.2024